Braunkohlenarchäologie
Die Braunkohlentagebaue Cottbus-Nord, Jänschwalde und Welzow-Süd in der Niederlausitz nehmen jährlich etwa 3 qkm Fläche in Anspruch. Einschließlich der Ortskerne und Umsiedlungsstandorte sowie Böschungsstreifen und Leitungstrassen im Sanierungsbergbau werden Jahr für Jahr mehr als 50 Ausgrabungen erforderlich.
Interessante Schwerpunktuntersuchungen sind die spätpaläolithische und neolithische Besiedlung entlang des Flüsschens Malxe, das germanische Eisenverhüttungszentrum Wolkenberg oder die Dorfkernuntersuchungen Kausche und Horno. Die enge Verknüpfung archäologischer und geoökologischer Untersuchungen zur Kulturlandschaftsgenese (Link zu ????) ergab bisher
faszinierende Fakten über frühe Umweltkatastrophen, beispielsweise Überdünung und Erosion während der germanischen Besiedlung im 3./4. Jh. n. Chr.
Dr. Eberhard Bönisch
Dipl.-Präist.. Horst Rösler
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
Außenstelle Braunkohlenarchäologie
Altnauer Straße 5, 03205 Calau
Telefon: 03541/87077-3 Fax: 03541/87077-4
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